Mittwoch, 4. Januar 2017

"Mein Lebens-Alphabet" - Denkanstöße mal anders

Liebe Leser,
in Alphabetform skizziere ich hier ein paar Gedanken und Lernerfahrungen aus meinem Leben. Das ist nicht komplett und kann es auch nicht sein … aber es möge Dir als Inspiration dienen, Dein eigenes Leben zu überdenken und nachzuspüren. Dein Ralf Kellmereit

A: Abenteuer … meine Abenteuer brachten neue Erfahrungen,
Selbsterkenntnis, Weiterentwicklung und sinnenfrohe
Erlebnisse! Trau Dich, Dein eigenes Abenteuer zu leben … es gibt
für „dieses“ Leben nur einen Durchgang. Mach was draus!

B: Barfußgehen … auf lauschigen Wiesen und Waldpfaden. Köstliche
Impulse für Füße und Seele! Und super effektiv für Deine
Gesundheit! Probiere es mal aus und lerne Deinen Körper neu
kennen.

C: Charakter: wenn man ihn positiv entwickelt hat …. dann hat man
ihn als wundervolle Rückenstärkung – auch wenn die Welt um
einen herum in Scherben fällt. Geld, Macht, Besitz, Image und
Ruhm, das kann man alles verlieren. Charakter ist wahrhaft tiefe
Essenz – die bleibt!

D: Dankbarkeit … der Schöpfung gegenüber. Sie ermöglicht uns,
mit dem Potential von Körper, Geist und Seele unser Bestes zu
geben. Dankbarkeit unseren Familien, Freunden und Bekannten
gegenüber. Wenn sie gut zu uns sind – für ihre Unterstützung.
Wenn sie negativ zu uns sind – dass wir durch sie in unsere
innere Kraft finden.

E: Empathie: eine Eigenschaft, denen es gerade Männern oft mangelt.
Entwickle sie, stärke sie – und alle Deine Beziehungen werden sich
verbessern. Und da kein Mensch wirklich alleine stehen kann (wir
sind alle abhängig voneinander) – verbessert sich mit der Qualität
Deiner Beziehungen auch Dein ganzes Leben!

F: Fehler … habe ich eine Million gemacht. Und im nachhinein
betrachtet: jeder war „richtig“. Jeden habe ich „gebraucht“, um
weiterzukommen in meiner persönlichen Entwicklung. Wenn Du
also nicht genug Fehler machst – trau Dich mehr zu machen :-))

G: Gott …. für mich war es ein langer Weg zu ihm und ich bin so
dankbar, dass ich noch in diesem Leben zu ihm gefunden habe.
Für Gott war es nicht lange, schmunzel …. in seiner zeitlosen Zeit
wusste er immer, dass ich zu ihm finde …. Es lohnt, seine
Beziehung zur Schöpfung zu überdenken. Umso intensiver unsere
Verbindung zu ihr wird (egal, welchen Namen ich ihr gebe), umso
mehr Gnade kann durch uns wirken.

H: Hannover …. meine Heimatstadt. Von außen eine oft unterschätzte
Stadt, dabei sehr schön und liebenswürdig. Und dieses viele Grün
überall …. die vielen Stadtparks und Wälder, wundervoll! Es ist
sehr schön, wenn man sich „verbunden“ fühlt. Das muss keine
Stadt sein, darf es aber. Bei mir passt mein inneres zu meinem
äußeren Heimatgefühl. Wo bist Du zu Hause?

I: „Innere Stimme“
Ich selbst habe früher gefühlt "eine Million Mal" nicht auf meine
innere Stimme gehört .... und musste dann die Konsequenzen
tragen. Und die Erfahrung machen, dass mich das Leben mit
seinen Lektionen da abholte wo ich gestanden habe .... was mich
wiederum da hingebracht hat, wo ich heute stehe.
Aber warum musste das manchmal nur so wehtun? Vielleicht
brauchen wir Menschen manchmal den Schmerz, um uns aus der
eigenen Komfortzone zu bewegen.
Egal, schmunzel ... heute scheint die Sonne, draußen und in
meinem Herzen :-))

J: Judo. Judo kann uns zeigen, wie man sich von den Schattenseiten
des Lebens nicht unterkriegen lässt: hinfallen – aufstehen ,
hinfallen – aufstehen, hinfallen – aufstehen ...

K: Kämpfe(n) ... ja gerne. Aber ich führe nur noch meine eigenen
Kämpfe, gegen mein eigenes kleines Ego mit all seinen
Schwächen, Fehlern und Defiziten! Nicht mehr die Kämpfe der
anderen, die mich nichts angehen und in die ich mich immer
wieder habe reinziehen lassen.

L: Liebe - das edelste im Universum. Wir sind alle würdig geboren,
vergessen das oft in der Kindheit (man lässt es uns vergessen ….)
und dann ist es manchmal ein langer Weg, zur Liebe und
Selbstliebe zurückzufinden! Wie schal und arm ist das Leben ohne
sie – wie reich mit ihr! Gut und böse, positiv und negativ – es ist
immer unsere Entscheidung.

M: „Macken“: Wenn Du Dir damit nicht gravierend selbst im Weg
stehst – dann gebe ihnen nicht übermäßig Bedeutung und
konzentriere Dich auf Deine Stärken und Fähigkeiten. Leute, die
etwas großes geschaffen haben, fokussierten nicht ihre Defizite,
sondern ihre besondere Begabung.

N: „Nein“. Manche Menschen sagen zu oft Nein – und bringen sich um
viele neue Impulse und Erfüllung. Manche Menschen sagen zu
wenig Nein (oder nicht in den richtigen Situationen). Dadurch
überschreiten sie selbst ihre Grenzen oder lassen zu, dass andere
es tun. Finde Deine Balance, die zu Dir passt!

O: Opferhaltung: Als Kind der 60iger und 70iger Jahre wie ich ist man
anders“ aufgewachsen als heute. Die gesellschaftliche Freiheit
wie heute gab es so nicht, der Anpassungsdruck an
gesellschaftliche Normen und Regeln war riesengroß und wurde
über die Eltern als Erziehung weitergegeben. Für Kinder war
eigentlich alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt war –
und das war nur wenig. Auszuhalten war das nur, weil man den
ganzen Tag mit anderen Kindern draußen gespielt hat,
paradoxerweise ohne Kontrolle. Die strenge autoritäre Gängelung
(ohne pädagogische Begründung) hat in vielen Leuten unserer
Generation eine falsche Opferhaltung bewirkt. Es ist unendlich
traurig, wie lange und viel wir da abarbeiten mussten, um
uns zum Kern unserer eigenen Identität durchzubeißen. Auf der
anderen Seite hat das ganz viele sehr wertvolle Menschen
gemacht, deren Herz, Charakter und Essenz ich wundervoll finde.
An alle, die sich hier wiedererkennen: ihr könnt stolz auf euch
sein !!!

Den Buchstaben gibts zweimal, schmunzel ... ich konnte mich nicht entscheiden :-))

O: wie Original
"Sei du selbst - alle anderen gibt es schon!" So lautet ein bekannter Spruch, den ich nur unterschreiben möchte. Wir sind geboren, um unser eigenes Potential zu verwirklichen - und nicht, um den Vorstellungen von Regierungen, Gesellschaften, Eltern und Lehrern zu entsprechen. Wobei nix gegen sinnvolle Regeln zu sagen ist, anders kann eine Gesellschaft nicht funktionieren. Als 40jährigen dann immer noch den Berufsjugendlichen abzugeben und den ewig pubertären Rebellen zu spielen ist ja so was von peinlich ... erwachsen zu werden bedeutet nicht zwangsläufig zum Spießer zu mutieren, sondern seelisch und emotional reif zu werden. Sich im wahrsten Sinne des Wortes persönlich zu "ent-wickeln". Die eigenen Fähigkeiten und Begabungen zu fördern, macht auch jede Menge Spaß. Und ab einer bestimmten Stufe der Entwicklung ist das persönliche Wachstum zugleich auch Engagement an der Gesellschaft. Über Beziehungen und Beruf bringe ich diese Qualitäten ja schließlich auch in das öffentliche Leben.Das Große baut auf dem Kleinen auf. Das, was ich für mich positiv tue, tue ich dann auch positiv für die Gesellschaft. Als Original - nicht als Kopie! Wundervoll!

P: Probleme. Wir leben in Deutschland in einem absolut
privilegiertem Land. Trotz aller berechtigten Kritik an
gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten. Wir haben
keine Vulkanausbrüche, Erdbeben, Dürrekatastrophen oder
Überschwemmungen, die alles kaputt reißen wie anderswo auf
der Welt. Für die Menschen dort „fällt das vom Himmel“, ohne das
sie in der Verantwortung oder Macht stehen, das zu verhindern
oder zu ändern. Unsere „Probleme“ sind „soziale Probleme“, mit
der Riesenchance, sie anzupacken und zu lösen. Das gilt für
unsere großen und kleinen Systeme bis zum innerpsychischem
System. Also: packen wir es an !!!

Q: Qi Gong … eine wundervolle Bewegungsmeditation. Sanft und
doch effizient. Entspannend und stärkend zugleich. Möchte ich
nicht mehr missen in meinem Leben. Hat mir auch geholfen,
einen schweren Muskelriss in der Schulter auszukurieren. Ich
kombiniere in meinem Training östliche Methoden mit
westlichen Methoden, die sich beide vom Ansatz her wundervoll
ergänzen (ähnlich wie unsere Schulmedizin und TCM). Beide
zusammen wirken wahrhaft ganzheitlich. Schaue einem Baum nur
auf die Wurzel und du siehst ihn nicht. Schaue ihm nur auf die
Zweige und du siehst ihn auch nicht. Probiere es mal aus – und
dein Körper und Geist werden jubilieren :-))

R: Rauchen. Wenn ich eine Zeitmaschine hätte, würde ich
rückgängig machen, dass ich mit dem Rauchen angefangen habe.
Ich stehe ja zu Fehlern … aber so etwas sinnloses anzufangen,
oje! Man zahlt anderen Leuten Geld dafür, dass sie einen
vergiften! Mit 40 Jahren habe ich endgültig die Kurve gekriegt,
weil ich so eine negative Angewohnheit nicht mit in die zweite
Lebenshälfte nehmen wollte. War nicht ganz leicht mit dem
abgewöhnen – lohnt aber!

S: Schokolade … kluge Wissenschaftler sagen, in Schokolade ist
keine Liebe drin enthalten! Meine Seele sagt was anderes :-))
und so muss ich an dieser Stelle eine alte Erkenntnis zitieren:
Da Kakao auf Bäumen wächst, ist Schokolade doch irgendwie
auch Obst“ !
Wir waren ja mit dem Vorbuchstaben schon beim sündigen.
Rauchen aufhören, o.k.! Aber Schokolade – never :-))

T: Tod. Früher dachte ich mal, wenn man tot ist, ist man so absolut
tot, das man gar nicht merkt das man tot ist. Jetzt glaube ich an
Weiterexistieren der Seele. Aber das wird unfassbar anders sein
als unser Leben hier auf Erden. Da wir den Aufenthalt im Geist-
Kontinuum wohl für ziemlich lange Zeit genießen können und ich
Gott einfach positiv konotiere, dass er oder sie sich was dabei
gedacht hat, uns in diese Raum-Zeit-Geschichte hier zu werfen …
glaube ich jetzt, dass wir diese materielle Schöpfung mit allen
Sinnen genießen sollten. Ich schreibe das nicht nur, ich lebe
das auch, lach … wahrscheinlich kommt daher meine Resilienz.
Meine Negativ-Erfahrungen würden für mehrere Alkoholikerleben
ausreichen. Mein Rezept: ich liebe die Schöpfung :-))) Ein sehr
starkes Anti-Depressiva!

U: Unterbewusstsein. Von vielen Menschen völlig unterschätzt. Um
ein Bild zu gebrauchen: wenn der Raum unseres Bewußtseins
ein paar Millimeter groß ist – dann ist der Raum unseres
Unterbewusstseins mehrere Kilometer lang. Wir Menschen im
Übergangsstadium Tier – Mensch sind nicht so Herren im Geist,
wie wir das gerne wären. Und doch können wir die geheimen
Programme und Glaubenssätze in unserem Unterbewusstsein
fortwährend transzendieren: durch Reflexion und Selbstreflexion,
durch Meditation und Kontemplation, durch das nachspüren im
Herzen … eine aufregende Reise in unsere Innenwelt. Viel zu viele
Menschen sind nur mit ihren Erfahrungen und Reisen im Außen
beschäftigt – und kennen sich selbst nicht. Die Reise nach Innen
kann mehr Mut benötigen als eine Reise in den wildesten
Dschungel.

V: Vertrauen. In meinen jungen, wilden Jahren habe ich das
Vertrauen von Menschen gebrochen. Später, nach Reifung und
Entwicklung, wurde es von anderen Menschen mir angetan.
Beides ist nicht schön. Das erste machte mir Schuldgefühle,
das zweite ein gebrochenes Herz. Beim ersten musste ich lernen,
andere für mein Verhalten um Verzeihung zu bitten und dann mir
selbst dafür zu verzeihen. Beim zweiten musste ich lernen, bei
Menschen besser hinzuschauen und einen gesunden Selbstschutz
zu entwickeln. Letztendlich hat mich beides in meine innere Kraft
gebracht. Ich danke allen dafür!

W: Wald … so unendlich wichtig für das Leben auf der Erde. So
bedeutsam für die Seele. Ohne Bäume … wäre ich schon längst
seelisch verhungert :-) Wenn Du dich schlecht fühlst, geh in den
Wald … die beste Therapie der Welt!

X: X - mal mich selbst in den Allerwertesten getreten … bis ich
geschafft habe, verschiedene negative Angewohnheiten
aufzugeben. Und hey - das Leben macht „trotzdem“ noch Spaß!
Überprüfe von Zeit zu Zeit Deine Angewohnheiten und Alltags-
Rituale. Sind sie wirklich noch sinnvoll, passen sie noch aktuell in
Dein Leben? Oder schleppst Du sie nur aus Gedankenlosigkeit
noch mit?

Y: da fällt mir echt nix sinnvolles ein. Doch, jetzt: betrachte das
Aussehen des Buchstaben: sieht aus wie eine Wegkreuzung.
Oh ja, an Wegkreuzungen stand ich oft in meinem Leben.
Manchmal richtig und manchmal falsch entschieden … aber
Umwege erhöhen die Ortskenntnis, sagt man ...

Z: Ziele … wenn man nicht irgendwo ankommen möchte, sondern da
wo man hin will, dann braucht es eben Ziele. Man kann sie träumen,
planen, überprüfen, verwerfen, nochmals neu planen, wieder in die
Tonne treten …
Um authentisch zu werden, kann es auch einfach mal notwendig
sein, die Richtung zu ändern. Es heißt „Menschen ändern sich
nicht“ - zum Glück ist das nicht meine Erfahrung. Ich habe mich
sehr verändert, weil ich mich getraut habe, auch mal die Richtung
zu ändern. Von Zeit zu Zeit lohnt die Überprüfung, ob die Ziele noch
passen – oder einer sinnvollen persönlichen Weiterentwickung im
Wege stehen.

Das hier ist mein Alphabet. Ich freue mich darauf etwas von Dir zu erfahren. Schickst Du mir Deins ?

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c Ralf Kellmereit 2017
 
HERZLICH WILLKOMMEN AUF MEINEM BLOG 

Hallo liebe Leute,
herzlich willkommen auf meinem Blog. Ich bin hauptberuflich im Sozialen Bereich beschäftigt und "nebenbei" als Autor, Blogger und You Tuber tätig. Mich interessiert alles, was mit Natur, Psychologie, Gesundheit, Spiritualität und persönlicher Entwicklung zu tun hat. Kurz - alles was irgendwie hilfreich und wohltuend für Menschen ist :-) 

Das sind auch die Themen meiner Videos und Artikel. Fühl dich herzlich eingeladen, da ein bisschen zu stöbern (unten die Info, wo du mich überall findest). Ich wünsche dir ganz viel Spaß und Inspiration!
Viele liebe Grüße von Ralf

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Mein Autorenarchiv in der Huffington Post:
http://www.huffingtonpost.de/ralf-kellmereit/

Meine Netzwerke: Xing und Facebook 

Meine Playlist auf You Tube mit meinen eigenen Videos (hier sind meine Artikel mit berührenden Bildern und Musik unterlegt, wundervoll entspannend und ästethisch): 
https://www.youtube.com/watch?v=_TjtirlVDa8&list=PLzxz_-h156rzyfwUOlXGtfl3SstrFS278


Impressum:
Ralf Kellmereit
30657 Hannover
Kontakt: heart-and-spirit@t-online.de

Achtung: Alle meine eigenen Artikel und die meiner Gastautoren sind Urheberrechtsgeschützt !!!
Veröffentlichung nur mit meinem Einverständnis und Nennung des Autorennamens !!!








Kommentare:

  1. Sehr sehr gut ... beim lesen habe ich mich auch wiedererkannt ... alles kann ich herausheben ... stimme allem 100% zu ... besonders gut gefällt mir das O ... Ich bin 1964 geboren d.h. bin ein Babyboomer ... und großgezogen hat mich ... trotz oder gerade wegen 4 älterer Geschwister ... die Straße und die vielen Kinder mit denen ich dort spielen durfte ... alles gut ... ������

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  2. Hallo Unknown, das freut mich das dir der Artikel gefällt :-)
    Ich wünsche noch einen schönen Abend und beste Grüße von Ralf

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  3. Tolle Idee mit dem Alphabet! Überraschend, stimmig und zum Nachdenken anregend! Merci!

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  4. Liebe Gerda, ich freue mich sehr, dass es Dir gefällt :-) Mir hats auch echt Spaß gemacht, mal auf diese Art und Weise mein Leben zu reflektieren. Ganz liebe Grüße an Dich von Ralf

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  5. Schöne Idee, die dazu anregt sein eigenes Lebensalphabet zu schreiben. Vielen Dank für diese Inspiration.

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    1. Ich danke für diese schöne Rückmeldung :-)

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  6. Gut gedacht und getan, lieber Ralf :-) Danke!
    Die Kreativität kennt keine Grenze.

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    1. Herzlichen Dank liebe Soheila :-)Es freut mich das es Dir gefällt :-)

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