Donnerstag, 12. Juli 2018

Tanze das Leben - Gedichte von Petra Milkereit


Hallo liebe Leute,
heute möchte ich euch meine gute Freundin Petra Milkereit vorstellen. Ich bin auf besondere Art und Weise mit ihr verbunden. Als ich selbst meinen ersten Artikel geschrieben hatte, vor gut zwei Jahren, ist dieser dann von Petra in ihrem Emotional Blue - Magazin veröffentlicht worden. Daraus entstand eine bis heute andauernde Zusammenarbeit. Petra produziert meine Videos, wofür ich ihr außerordentlich dankbar bin. Nebenher haben wir uns natürlich auch menschlich kennengelernt - und sind auf einer wirklich gegenseitig wertschätzenden Ebene miteinander verbunden.
So ist es mir eine große Freude, euch hier ein paar Gedichte von ihr vorzustellen. Zuvor sagt sie aber noch selbst ein paar Zeilen über sich:

Lieber Ralf, vielen Dank für die Chance, mich mit meinen Texten auf Deinem Blog vorstellen zu dürfen!
Ein paar Worte zu mir:
Seit 2010 schreibe und verlege ich meine „Gefühlsgeschichten“ selbst. Seitdem sind einige Bücher unter meinem Mädchennamen Petra Jähnke erschienen.
2014 bis 2017 habe ich das blätterbare Online-Magazin EMOTIONAL BLUE herausgegeben.

Seit 2014 biete ich in meiner „Seelenschaukel“ bei Sofengo kostenlose Online-Lesungen an und seit 2015 werden Gedichttexte von mir vertont.
Mein Thema sind die Gefühle, denn sie machen uns zu dem Menschen, der wir genau in diesem Augenblick sind.

Ich wünsche mir sehr, dass Euch diese fünf Gedichte aus meinem Buch „Häutungen“  erreichen und berühren können.
Viele Herzgedanken, Petra


Lebenslinien

Seidig-glänzend, streichelzart.
Kalt wie Eis, gleich Stein so hart.

Hirngespinst, zerrissen grau.
Oft ein Nichts, in das ich schau.
Dunkler Schatten, der sich hebt,
fragt mich: Hab ich je gelebt?

Schwere Wege, die gegangen
halten mich wie eingefangen.
All die Leichtigkeit des Seins
schien noch nie bei mir, nie meins.

Stets nur Spurenelemente.
Wenig Glanz - die Firmamente
dieser kleinen großen Welt
staubig in ein Eck gestellt.

Kreuz und quer zerrissene Träume.
Knorrig-trotzig wie die Bäume,
die Jahrhunderte bestehen,
ohne je vom Platz zu gehen.

Zarte Linien, kaum erkennbar.
Entstanden, als die Furcht nicht da war.
Auf verschob ‘nen Ebenen
Furchen, die ich zu gut kenn.

Deren Spuren prägend sind,
ausgehöhlt vom rauen Wind.
Doch Linien voller Leichtigkeit
zieh ‘n ein Gitter durch die Zeit.





An der Schwelle

An der Schwelle zwischen Tag und Nacht,
wenn die letzten schwachen Sonnenstrahlen verlieren
gegen die unaufhaltsam aufsteigende Dunkelheit,
wenn die Bilder des Tages verblassen
im ersten Grau des Abends,
wenn die Bilder der Seele zaghaft
empor steigen in das Bewusstsein,
wenn ein Zwischenreich existiert
 - für kurze Zeit nur -
das die Spuren des Lichts vermischt
mit den Versprechungen der Nacht,
wenn ein Schweben möglich wird
von schwereloser Leichtigkeit,
wenn sich Gestern und Heute vermischen
im Übergang nach Morgen,
wenn alles sich löst, was war
und alles möglich scheint, was kommt,
dann ist dies die magische Stunde
der sich schärfenden Sinne,
um das Dunkel zu bannen und
die Zeit anzuhalten für
die Unendlichkeit


Sternenhimmel

Wie mit nachtblauem Samt ausgeschlagen,
so thront der Himmel über der Welt.
Keine Wolke verbirgt den Blick auf die Triaden,
auf das mit glitzernden Perlen bestickte Zelt.
Unfassbar erscheinen die Zeit und der Raum,
unendlich die Weite der Sternenbilder.
Mit staunenden Augen erfasst man sie kaum,
diese wegweisenden, funkelnden Himmelsschilder.

In der Stille der Nacht meint man fast, sie zu hören –
den großen und auch den viel kleineren Wagen.
Doch sie gleiten lautlos, ohne die Nachtruh zu stören,
erhellen das Dunkel seit unzähligen Tagen.
Millionen von Augen schauten schon dort hinauf.
Wähnten Götter da oben, fanden Schicksal in ihnen.
Träumten vom schwerelosen Milchstraßen-Lauf
und den Sternen, die wie blank poliert erschienen.

Vieles erforscht, doch nur ein Bruchteil verstanden
von dem Schöpfungsakt hinter all dieser Pracht.
Geheimnisvoll bleiben die Bilder vorhanden,
schmückend und blinkend in sternklarer Nacht.
In das Universum schwingen Träume sich auf,
schwebt die Sehnsucht federleicht in die Dunkelheit.
Alle Sinne wie Antennen gerichtet hinauf,
um ein Teil zu sein der Unendlichkeit.




Endlich

Tief in meinem Herzen drinnen
hast ein Haus du und ein Heim.
Oft am Tag lausch ich nach innen –
kann denn Glück so maßlos sein?

Kann es sein, dass du bei mir bist,
ganz egal wie weit entfernt
dein Alltag auch von mir ist,
dass du mich doch wohlig wärmst?

Mein Verstand fühlt sich verstanden,
selbst mein Körper hat ein Ziel,
und mein Herz kam mir abhanden,
hatte niemals je so viel!

Habe unter meinen Füßen
eine Wolke, die mich trägt.
Kann selbst meine Feinde grüßen,
weil in mir dein Herz laut schlägt.

Bin so ruhig und gelassen,
doch zur gleichen Zeit hellwach.
Kann dies alles noch nicht fassen –
bist mir Boden, Halt und Dach.

Dieses Wissen um die Liebe,
die mich umhüllt wie ein Kokon,
bildet samtig-wilde Triebe,
trägt auf Flügeln mich davon.

Bist mir Ansporn, Weg und Ziel,
kennst mich besser als ich selbst.
Und das Leben wird zum Spiel,
wenn du weiter zu mir hältst.



Häutungen

Bin geglitten durch engste Passagen.
Bin durch Wüsten gekrochen auf Knien.
Wurd gebeutelt durch schlimmste Blamagen,
hab sie mir schweren Herzens verziehn.

Hab so eine Haut nach der andren
verlor´n bei dem Weg hin zum Licht.
Wurd zu eng mir beim zügigen Wandern.
Sah im Spiegel – ja wen nur? – nicht mich…

Kannte kaum meinen Namen beim Hasten
von dem einen zum anderen Ziel.
Träum von Chancen, den knapp nur verpassten.
Zerriss mir die Haut oft beim Spiel.

Liegen Häute aus vergangenen Tagen
leer und sinnlos geworden herum.
Müh mich sehr, die aktuelle zu tragen,
doch auch sie wird zu eng, zieht mich krumm…

Wird durch Wachsen und weiteres Reifen
schon recht bald als verbraucht abgesprengt.
Muss auch sie mir ausziehen, abstreifen.
Muss abschütteln, was zäh an mir hängt.

Jede einzelne Haut, nicht mehr passend,
löst sich auf in dem Fluss aller Zeit.
Kampf dagegen nach Lernen nun lassend ...




Wer mehr von Petra erfahren möchte:




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Hallo liebe Leute,
herzlich willkommen auf meinem Blog. Ich bin hauptberuflich im Sozialen Bereich beschäftigt und "nebenbei" als Autor, Blogger und You Tuber tätig. Mich interessiert alles, was mit Natur, Psychologie, Gesundheit, Spiritualität und persönlicher Entwicklung zu tun hat. Kurz - alles was irgendwie hilfreich und wohltuend für Menschen ist :-) 

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Viele liebe Grüße von Ralf

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Impressum:
Ralf Kellmereit
30657 Hannover
Kontakt: heart-and-spirit@t-online.de

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